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Das
komplette Kostüm. Dahinter die Bastelecke mit äh... Streng
geheim! :-) |
Am
Anfang war ein Stoffschlauch...
...der mich auf die Idee brachte, daß man daraus doch
eigentlich ganz prima ein R2-D2 Kostüm basteln könnte.
Dumm nur, dass bereits sechs Tage später Fastnacht war. Da ich
aber durch meinen Papp-R2 schon Erfahrung hatte, stürzte ich
mich ins Abenteuer und verschwand jeden Tag nach Feierabend bis tief
in die Nacht im Keller.
Einen großen Umzug an Karneval gibt es nämlich in
Bad Camberg nur alle paar Jahre. Diese
Gelegenheit, das Kostüm zu testen, wollte ich mir nicht
entgehen lassen. |
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Ein
Kopf muß her!
Wie schon beim Vorgänger-Modell, entschied ich mich auch
diesmal wieder für eine Halbkugel aus Pappmaché. Dazu
wurde ein entsprechend großer Luftballon gekauft und dieser
dann schichtweise eingekleistert und mit Zeitungspapier beklebt.
Während die Kuppel im elterlichen Heizungskeller trocknete,
fingen die Arbeiten am "Körper" an.
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Ja,
das ist ein Fahrradreifen |
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"Schau' mal herein..." |
Der
Stoff-Rumpf...
... wurde in der Mitte gefaltet und dann hatte ich das "Vergnügen",
sämtliche Muster auf der Vorderseite mit Bleistift
anzuzeichnen. Diverse R2-Modelle, Lineale und ein Taschenrechner
waren meine ständigen Begleiter. Als alles stimmte, wurden die
Bleistiftstriche mit Filzstift nachgezogen.
Die blauen und silbernen Teile schnitt ich einfach aus
selbstklebender Folie aus. |
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das Kostüm nun in Form kam, wurde der Stoff über einen
Fahrradreifen passender Größe gestülpt. Ich hatte
die doppelte Länge vorgesehen und wollte den Stoff auf der
Innenseite noch einmal bis zum Boden hängen lassen, da er recht
durchsichtig war. |
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Diese Idee verwarf ich aber wieder, da es sich als bequemer erwies,
das überstehende Material in den Reifen zu stopfen und als eine
Art Polster auf den Schultern zu tragen. Nach dem Stopfen wurde das
ganze mit ein paar schnellen Nadelstichen am Reifen fixiert. |
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Deckel
drauf
Inzwischen war der Pappmaché-Kopf getrocknet und ich konnte
mit den Aufbauten beginnen. Die "Kameraaugen", mit
Silberfolie beklebte Pappröhren, dienten sowohl der
Orientierung als auch zur Belüftung.
Für die große Linse mußte eine Lupe entsprechenden
Ausmaßes dran glauben. Mangels Zeit wurde die blaue Erhebung
schnell aus einem Stück Styropor geschnitzt und mit Folie
beklebt. (Dieselbe, die auch außen am Kopf für die
R2-typischen Muster sorgte.)
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Zur
Herstellung der bunten "Augen" (rot/blau, gelb und grün)
entwickelte ich eine spezielle Methode: Etwas Heißkleber aus
der Klebepistole wurde mit einem Stück Metall auf einen
Gummiabsatz gedrückt, der ein Rautenmuster hinterließ. So
erhielt ich nach dem Erkalten ein Stück Plastik, das einem
Katzenauge, wie man es vom Fahrrad her kennt, recht ähnlich
sah. Etwas Farbe drauf - fertig.
Für die üblichen Geräusche baute ich auch gleich
einen Lautsprecher ein. |
Damit
Kuppel und Rumpf eine Einheit bilden konnten, wurde der Kopf auf
einen zweiten Reifen passender Größe geklebt. Ein paar
Streifen gewöhnliches doppelseitiges Klebeband sorgten für
festen Halt. Zum Ein- und Aussteigen (oder Luft schnappen) läßt
sich der Kopf trotzdem leicht wieder abnehmen :-)
Leider mündet die Kuppel dadurch in einer unschönen
Verbreiterung. Ein Fehler, der Mangels Zeit (bis heute) nicht
behoben wurde. |
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Mit
Helau und piep-dideldüt...
Das Kostüm war in letzter Minute fertig geworden und so machte
ich mich auf den Weg zum Umzug. Am Gürtel trug ich einen
Walkman, in den eine Kassette mit R2-D2 "Sound" eingelegt
war. Ein Kabel reichte bis in meinen linken Handschuh. Wenn ich
einen Knopf drückte, bekam der Walkmann Strom und R2 piepste
aus dem Lautsprecher im Kopf. Leider war die Lautstärke so
gering, daß es eigentlich niemand außer mir selbst hörte.
Ich machte mir den Spaß, den ganzen Zugweg abzuschreiten, der
bereits bevor es richtig los ging von zahlreichen Zuschauern gesäumt
wurde. Die Reaktionen waren überall verblüffend positiv.
Von "Marsmensch", "Außerirdischer" über
"C-3PO" bis hin zu "Guck mal, der R2-D2" war
alles dabei. Kinder zerrten ihre Eltern an der Hand hinter sich her
(oder umgekehrt) und zeigten auf mich; Hände wurden geschüttelt.
Alles in allem eine gelungene Probe, die viel Spaß gemacht
hat. |
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